Jahresrückblick 2012
Nachdem wir die Arbeit an unserer Homepage etwas vernachlässigt haben, wollen wir das nun (Januar 2014) nachholen. Da wir den ganzen Sommer mehr oder weniger in Nidri verbracht haben, gab es nicht viel zu berichten. Damit man aber trotzdem einen Eindruck bekommt, hier die nennenswerten Ereignisse von 2012.
6.1.2012 Das Jahr beginnt traditionell mit der Erholung von Silvester und Richards Geburtstag am 5.Januar. Schon am Tag danach pfiff uns der verspätete Geburtstagsgruß von Petrus mit 42 Kn um die Ohren - das sind immerhin 9 Bft.
Richard will nach Lignano um seine neue Bankkarte abzuholen, nach unserem Lagerraum schauen und unsere Freunde dort besuchen.
16.1.2012 Es ist soweit, Richard fährt mit Werner und Inge von der APHRODITE nach Igoumenitsa zur Fähre und haben ihn netterweise anschließend noch nach Aprilia Marittima gebracht. Er wohnte dort in dem Ferienhaus, indem wir schon zuvor 2003/2004 während der Renovierung unserer RUSH mehrere Wochen gewohnt haben.
Da er der einzige Bewohner in der Wohnanlage war, wurde er sofort zum amtierenden Katzenpapa auserchoren.
Ich durfte solange das Boot hüten und den Haushalt samt Katze versorgen. Es blieb mir viel Zeit um mich mit LaLuna zu beschäftigen und ihr neue Tricks beizubringen. Aber auch die Eigenpflege, in Form von ausgedehnten Siestas, kam nicht zu kurz.
30.1.2012 Richard ist aus Aprilia Marittima zurück, gerade rechtzeitig vor dem nächsten Starkwind am 4.02.. Der hatte zwar nur 40 kn Wind, aber ich war trotzdem froh, daß Richard wieder da war. Ein Schiffchen aus der Tranquilbay hatte sich losgerissen und trieb auf die Stadtpier zu.
Da weit und breit kein Anderer da war, sind Peter, Willfried und Richard mit dem Arbeitsboot ausgerückt, um dieses im strömenden Regen wieder einzufangen.
Es wurde anschließend am Steg vertäut und blieb dort, bis der Eigner im März wieder kam.
Es war die letzten Tage so kalt, daß der Schnee fast bis zu uns herunter reichte. Sonst ist höchstens die Bergkuppe mit Schnee bedeckt.
Am folgenden Tag hatte schon wieder ein unbemanntes Schiff unbändigen Freiheitsdrang und wollte aus der Bucht flüchten. Peter und Richard fingen es ein und brachten es zum Neilson-Steg.
4.2.2012 Heute Morgen hat Richard die kleine Greyhound überfahren auf der Strasse gefunden. Sie wurde gerade mal ein halbes Jahr alt. Sie mußte in ihrem kurzen Leben viel Leid erfahren. Aber durch die Augenoperation fand sie etwas Erleichterung.
Allerdings wurde ihr die eingeschränkte Sicht wohl zum Verhängnis, denn sie hat das herannahende Auto wahrscheinlich zu spät gesehen. Ich hoffe, daß sie nicht leiden mußte.
Wir werden sie in unserer Erinnerung behalten als - trotz Allem - fröhliche Katze, die ausgelassen spielen konnte.
6.2.2012 Ein kräftiger Wind aus N/NW mit 8-9 Bft ließ den Steg tanzen in der Welle. Doch nicht genug damit. Am folgenden Tag drehte der Wind mit 9 Bft nach NO, was uns richtig durchschaukelte am Steg. Dieser hob und senkte sich ca. einen Meter, was ein aufrechtes Gehen unmöglich machte. Richard bewegte sich auf diesem nur noch auf allen Vieren und mit Rettungsweste. An unseren Schiff riß ein Forsheda-Ruckdämpfer und an anderen Booten rissen ein paar Festmacher, die Richard schnellstens ersetzte. Später legte sich der Wind wieder und wir planten ein BBQ für den 4.3., bei dem auch Eddy und Anneke, sowie Dave und Jannet teilnahmen. Später kamen noch mehr Leute dazu und es wurde ein gelungener Grillnachmittag mit viel Spaß und Gelächter.
26.2.2012 Richard hatte endlich mal wieder Leberkäse gemacht. Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn das Resultat frisch aus dem Backofen kommt.
7.3.2012 Wenn das Wetter es zuließ, haben wir am Schiff gearbeitet, Solarpanele montiert, Kabel verlegt, die Regler installiert usw., usw.....
LaLuna hat uns dabei ständig beobachtet, ob wir auch alles richtig machen.
Typisch Frau, auch wenn Herrchen mal in den Maschinenraum musste, wird alles genau beobachtet. Richard baute die defekte Seewasserpumpe von Carmen (der Generator) aus.
Sie bekam neue Dichtungen, die Welle wurde überarbeitet und ein neuer Impeller wurde montiert.
12.3.2012 Werner brachte uns aus Deutschland neue Forsheda-Ruckdämpfer mit, diesmal Größe 4. Das entspricht etwa Körbchengröße DD, gerade rechtzeitig vor einem zweitägigen NO Sturm mit über 40 kn Wind. Auch dabei mußte Richard eine Rettungsweste auf dem tanzenden Steg tragen. Als dann wieder Ruhe eingekehrt war montierte Richard die seitlichen Flügelsolars zum ausschwenken an Bb und Stb. (= links und rechts).
So vergingen die Wochen mit vielen Arbeiten und ausgedehnten Ruhepausen. So wurde das Bodenblech von Carmen neu gestrichen und die reparierte Seewasserpumpe wieder eingebaut.
Wenn Ihr glaubt, ich hätte nichts zu tun - weit gefehlt. Katze betreuen, kochen, Abwasch, Handlanger für den Meister.......usw., usw...... Die Zeit vergeht im Fluge.
Es blieb natürlich auch genügend Zeit, für einen gemütlichen Grillnachmittag. aber auch die Katzen fanden eine Gelegenheit zur Entspannung.
3.5.2012 Heute ist LaLunas zweiter Geburtstag, der mit vielen Leckerlies gebührend gefeiert wurde.
5.5.2012 Richard macht für 6 junge Griechinnen den Skipper für einen Tag. Welcher Segler würde solch eine Gelegenheit ausschlagen.
Aber auch ganz schön anstrengend, den jungen Damen alles recht zu machen und das Schiff quasi als Einhandsegler zu führen, da man alles alleine machen muß - Skipperschicksal.
17.5.2012 Heute kam Hartmut, der ehemalige Vereinsvorstand vom Osterreiner Segel Club, zu uns an den Steg. Er war mit einer "Altherren.. - sorry - Seniorencrew" auf Törn.
Da wir uns ja sehr lange Zeit nicht mehr gesehen hatten, gab es viel zu erzählen.
Ein paar Tage später waren wir mit Jörg und Heike, sowie deren Eltern zum Essen bei Dimitri in Palaiokatouna. Dimitri's - für Liebhaber von gegrilltem Fleisch immer wieder ein Erlebnis.
27.5.2012 Der Namensgeber unserer Katze, die Yacht La Luna, verläßt Herberts Flotte für immer. Pünktchen hatte in der Nacht zum 3.5.2010 im Cockpit des Schiffes drei Junge geboren - eines davon war unsere LaLuna.
So, jetzt lasse ich Richard weiter schreiben, mir tun schon die Finger weh vom vielen tippen.
Dazu muß ich ihn allerdings erst aufwecken!!
Ok, schon gut, Ich bin ja schon wach.......ääääähhhhhh.........(gähn)...
Im Juni war wirklich nicht viel los.
Es war allerdings zeitweise so heiß, daß selbst LaLuna in der Bucht nur herum hing und am Steg, da sie nicht raus durfte, sich am kalten Getränk kühlte.
So sind wir zwar hin und wieder in die One-Tree-Bay, waren aber auch einige Zeit am Steg in Nidri.
15.7.2012 Während LaLuna ein sorgloses und bequemes Leben an Bord führt,
ist nach dem Ableben von Greyhound, eine weitere junge Katze zum Rudel gestossen.
Ich habe sie sinnigerweise Grey getauft. Eine hübsche, sehr zierliche kleine Katzendame. Sie wurde plötzlich schwanger und wir haben uns zu einem Schwangerschaftsabbruch mit Hysterektomie entschieden. Für Techniker, das entspricht einer Hohlraumversiegelung.
Der ganze Monat war durch ein größeres Projekt gekennzeichnet. Unser neues Hard-Top für den Steuerstand. Unser Stoffverdeck begann, nach nun neun Jahren, sich langsam aufzulösen.
Zunächst besorgte ich die Materialien, wie Bootsbausperrholz und anderes Holz für die Form, sowie Epoxy, Glasfasermatte und jede Menge Kleinteile.
Als erstes wurde eine Form gebaut, auf der die Platten gewölbt miteinander verklebt wurden. Die erste Lage wurde auf der Form befestigt und dann die zweite Lage mit Epoxy aufgeklebt.
Die Stöße angeschrägt und versetzt, damit es richtig stabil wird.
Der eingedickte Epoxykleber ließ sich gut auftragen und verband die Teile gut.
Zunächst wurde der fertige, gewölbte Rohling der Schiffskontour angepaßt und dann in Form geschnitten, verschliffen und die Schraublöcher verspachtelt.
Nachdem das Dach auf dem Schiff angepaßt und zurecht geschnitten wurde, ging es wieder in Herberts Vorgarten, um die abschließenden Arbeiten zu tätigen.
Als alle Kanten und Rundungen ausführlich verschliffen waren, wurde zunächst die Kante mit Matte und Epoxy überlaminiert. Da war Herbert voll in seinem Element, denn er laminiert für sein Leben gern.
Zwischen diesen Arbeiten wurden die Befestigungen am Schiff angepaßt und die Kabel für Solarpanele und indirekter LED-Beleuchtung montiert.
Nachdem das Dach am Schiff angepaßt wurde, ging es zurück zu Herberts Werkstatt, wo dann die Kanten und Rundungen verschliffen wurden.
Danach haben wir das ganze Dach mit Glasfaser und Epoxy laminiert und wieder verschliffen, um auch noch letzte Unebenheiten zu entfernen.
Zu guter letzt wurde das Ganze mehrmals grundiert und lackiert. Was mit den wenigen Bildern "ratzfatz" aussieht, hat sich mit allen Trocknungszeiten und Schlechtwettertagen, über drei Wochen hingezogen.
Doch endlich konnte es montiert werden. Danach haben wir die Solarpanele auf dem Dach montiert und diverse Handläufe angebracht.
Im Dezember haben wir uns dafür eine Rundum-Verkleidung schneidern lassen, sodaß wir einen geschützten Raum als Steuerstand haben - soviel vorab.
Anfang Juli, als wir mal wieder in der One-Tree-Bay waren, habe ich das gesamte Unterwasserschiff vom Bewuchs befreit. Mit Tauchflasche, Spachtel und Bürste bewaffnet, war ich zwei Stunden zugange. Evelin reinigte derweil den Wasserpaß schwimmender Weise. Danach lief unsere Lady glatt einen Knoten schneller. Denn es hatte sich doch einiges an Rumpf und Propeller festgesetzt.
5.7.2012 Als wir Richtung Athenibucht zu Martin fuhren, haben wir endlich mal wieder Delphine gesehen. Dort haben wir Martin assistiert, seine FULLY PAID ins Wasser zu hiefen. Anschließend war ein Grillfest am Strand.
In den folgenden Tagen stieg das Thermometer bis über 40°C. Es wird richtig Sommer, was Mensch und Tier ganz schön schlauchte.
1.8.2012 Am Abend fuhren wir mit Astrid zu Jenny in Lefkas und der Abend klang mit einem Sundowner bei den drei Windmühlen aus.
7.8.2012 Ich durfte mal wieder die griechischen Mädels skippern.
Auf einem 2-Tage-Törn sind wir nach Gaios auf Paxoi.
Wir haben das Schiff am Ende des Hafens mit Landleinen festgemacht und sind dann in den Ort zum essen zu DODO'S, ein echtes Original - das sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man in Gaios ist, auch wenn man es nur schwer findet. Aber jeder Einheimische kennt ihn und kann Euch den Weg zeigen.
Bevor die Mädels noch in einem Club sind, haben wir einen nächtlichen Stadtbummel gemacht, nach dem ich dann aufs Schiff zurück bin. Die Lady-Gang kam erst um 4 Uhr morgens zurück und so hatte ich Mühe, sie in der Früh aus den Federn zu bekommen, denn wir mußten ja wieder nach Nidri zurück und die Wettervorhersage prophezeite Flaute. So sind wir unter Motor heimgefahren. Wie auch das erste Mal im Mai, war es eine schöne und lustige Tour - Ihr erinnert Euch an das Skipperschicksal....
Wieder in Nidri zurück, waren Peter und Trixi aus der Schweiz am Steg mit ihrer SY AGLAYA, wie auch Walter mit der MY ERIKA aus Italien.
Zwischendurch noch ein Suchbild - wer findet die Katzen im Blumenkübel??
Da Spielen sehr hungrig macht, wird danach erst einmal ein kräftiger Schluck an der "Milchbar" genommen, gefolgt von einem Nickerchen.
Dabei wurden sie von anderen Katzen neidisch beobachtet.
Die Arbeiten an und im Schiff wurden weiter geführt. So bekam der Schrank unter der Spüle endlich seine Belüftungsöffnungen, damit die beiden Kühlkompressoren etwas mehr Luft bekommen. Am neuen "Rentnerdach" wurden noch die Siliconfugen gezogen und nebenher den Löschflugzeugen bei ihrer gefährlichen Arbeit zugeschaut.
23.8.2013 An unserem 26. Hochzeitstag sind wir nochmals zu Jenny nach Lefkas. Dort haben wir uns mit meinem Klassenkammeraden Michael und dessen Familie getroffen.
Leider hatte Evelin zwei Tage später ihr Goldinlet aus einem Backenzahn verloren, was im Anschluß einen Zahnarztbesuch nötig machte.
So ging der August mit einem Zahnarzttermin und stürmischem Wind zu Ende.
6.9.2012 Die TRIGONOMETRIE, der kleine Trimaran von Jörg, wurde mit gefallenem Mast neben den Steg geschleppt. Im Starkwind bei Sivota ist das Vorstag gebrochen und dadurch der Mast aufs Deck gestürzt. Er hatte sich dabei an der Hand verletzt und das Deck war voller Blut. Seine Frau ist mit dem Schrecken davon gekommen.
Ein paar Tage später, am 9.9.12, kam Evelins Samsung Tablet, mit dem sie jetzt (über ein Jahr später), fleißig im Internet surft.
14.9.2012 Heute ist LaLuna seit zwei Jahren an Bord und es macht ihr sichtlich Spaß. Sie spielt, frißt, trinkt, schläft - was für ein Leben................
Zu unserem Entsetzen haben wir festgestellt, daß unsere beiden Wellen-dichtungen anfingen zu tropfen. Zwar nicht viel, aber stetig. So habe ich gleich bei IBA Ersatz gekauft (340€). Während der Fahrt in die One-Tree-Bay hat es aber wieder nachgelassen. Wenn es so wenig bleibt, tauschen wir erst nächsten Herbst, wenn wir sowieso an Land müssen um das Antifouling zu erneuern.
25.9.2012 Am Nachmittag kam eine Flottille von Charterschiffen mit Engländern in die Bucht. Eine ältere Crew hatte, trotz mehrerer Versuche, den Anker nicht zum Halten gebracht. So bin ich mit dem Dinghy rüber gefahren und habe meine Hilfe angeboten. Diese wurde dankbar angenommen und ich ging an Bord. Ich habe die Yacht sodann über eines der Sandfelder gefahren und gleich der erste Ankerversuch war erfolgreich. Die Aktion wurde mit einem Sixpack Mythos honoriert und ich kehrte auf unser Schiff zurück. Zwei Stunden später, die ganze Flottille lag vor Anker und die Leader waren damit beschäftigt, ein driftendes Schiff zu versorgen, das sich im stärker werdenden Wind losriß, merkten die am Strand grillenden Crews nicht, daß sich ein weiteres Schiff mehr und mehr entfernte. Da ich wieder einen Einsatz meines Mini-Seenotkreuzers vermutete, habe ich ihn vorsichtshalber frisch betankt. Nachdem die 40Fuß Yacht nun schon etwa 400m vom Land entfernt war, bin ich losgefahren, um es wieder einzufangen. Dort angekommen, rief ich nach jemandem an Bord, doch es war leer. So habe ich geentert und wollte den Motor starten. Doch die Kontrolllampen leuchteten nicht und auch ein Piepsen war nicht zu hören. So ging ich in das Schiff und schaute nach den Batterie-Hauptschaltern. Da es ein mir bekannter, französischer Schiffstyp war, habe ich sie auch gleich gefunden - sie waren abgeschaltet. Nachdem ich sie gedreht hatte, piepste es auch schon im Cockpit und ich konnte den Motor starten. Auf dem Weg zurück zum Ankerplatz, stoppte ich bei den noch beschäftigten Leadern und fragte, ob sie das Schiff kennen. Erst nach einigen Sekunden merkten sie, daß es eines ihrer Schiffe war und wollten sich mit einem Bierchen bedanken. Als ich sagte, daß es diesmal nicht mit einem Bierchen getan ist, wurde der Oberleader kreidebleich. Wahrscheinlich ist ihm eingefallen, daß ich Besitzansprüche auf einen Teil der Yacht geltend machen kann. Seine Gesichtsfarbe normalisierte sich erst wieder, als ich ihm sagte, daß ich Hunger hätte und sie ja gerade am grillen wären und ankerte die Yacht nebenher. Erleichtert haben sie mich auf ein Essen vom Grill und mehrere Drinks eingeladen. Es war schon eine Stunde dunkel, als ich wieder bei Frau und Katze zurück war.
So ging der September ohne weitere, nennenswerte Ereignisse zu Ende.
12.10.2012 Wilfried und ich fahren mit der GAEA Richtung Slowenien. Wir überführen das Schiff nach Izola.
In Korfu werden wir noch zwei Crewmitglieder aufnehmen und dann weiter nach Italien fahren.
Am ersten Tag durchfahren wir ein Gewitter nach dem anderen. Den ersten Stopp machen wir in Lakka auf Paxoi. Auf dieser Strecke haben wir mehr gesegelt als auf dem ganzen Rest der Tour nach Izola.
In Gouvia auf Korfu haben wir dann Torsten und Heinz aufgenommen.
Auf dem Rückweg vom Flughafen, sind wir an einem McDonalds vorbeigekommen und konnten nicht widerstehen. Die drei Big Mac für jeden werden wir in der Nacht wieder sehen...wüüürrrgggg. Noch am gleichen Abend fuhren wir los Richtung Brindisi. Da der zunehmende Starkwind auf der Nase eine solche Welle aufbaute, mußten wir umdisponieren und fuhren erst einmal nach Otranto und warteten, bis es sich etwas gebessert hat. Es war die richtige Entscheidung, einen Tag liegen zu bleiben, denn im laufe des Tages füllte sich die Kaimauer mit havarierten Teilnehmern des Ecker-1000sm-Cups.
Zerrissene Segel, Motorschäden, verletzte Crewmitglieder, alles war vorhanden, was einen zur Pause während einer Regatta zwang.
Nach dem stürmischen Ruhetag in Otranto, ging es weiter nach Manfredonia, wo wir bunkerten und uns von der letzten Etappe erholen konnten.
Auf den nächsten Etappen, wurden wir von der italienischen Guardia di Finanza mehrmals mit Hubschraubern beobachtet (so aus 100m Entfernung) und zwei Mal wurden bei Nacht unsere Papiere kontrolliert.
Über mehrere Stationen an der italienischen Küste, überquerten wir in Höhe Ankona das Verkehrstrennungsgebiet der Adria und fuhren von nun an auf der Ostseite der Adria weiter.
Nach mehreren Flautetagen mit jeder Menge alter Welle, erreichten wir endlich Slowenien.
Dort wurde kurz einklariert und es ging weiter nach Izola, wo BAVARIA einen Stützpunkt unterhällt.
Heinz und Torsten mußten sofort nach Deutschland zurück, da die Tour etwas länger brauchte als ursprünglich geplant. So haben Wilfried und ich das Schiff zwei Tage lang klariert.
Nachdem wir das Schiff in Izola übergeben hatten, sind wir nach Venedig zur Fähre. Nachdem die Fähre vorzeitig abgefahren ist und wir nicht darüber informiert wurden, haben wir unfreiwillig einen weiteren Tag in Venedig verbracht.
Wir konnten ausgiebig die Stadt erkunden.
Die Sehenswürdigkeiten hatte ich zuletzt 1978 auf einer Klassenfahrt gesehen.
Als wir am Abend zwei Stunden vor dem genannten Abfahrtstermin in den Hafen kamen, war das Büro geschlossen und die Fähre nicht da. Wir haben bis heute nicht herausbekommen, warum uns der Typ im Fährbüro diesen Termin genannt hatte. Jedenfalls hatten wir nun die Schnauze voll und sind mit unserem schweren Gepäck zurück in die Stadt zum Bahnhof. Wir haben dann ein Ticket gelöst nach Ankona. Nachdem wir gefragt hatten, wann der Zug abfährt, bekamen wir die Antwort - in 5 Min!! So rannten wir über und unter den Bahnsteigen durch mit unseren schweren Sachen, bis wir doch noch rechtzeitig den Zug erreichten. Nach 5 Stunden sind wir dann mitten in der Nacht in Ankona eingetroffen. Wir fanden in Bahnhofsnähe ein Hotelzimmer, Wilfried im einen, ich in einem anderen Hotel. Am nächsten Tag ging dann die Fähre nach Igoumenitsa. Dort wurden wir von einem Bekannten abgeholt und waren schlußendlich wieder in Nidri.
15.10.2012 In der Zwischenzeit hat es in Nidri fürchterlich gestürmt. Wir hatten zwar schon telefonisch davon gehört, aber was wirklich abging, habe ich erst jetzt erfahren. Als wir gerade in Otranto einen Ruhetag, eingelegt hatten, da es derart stürmte und havarierte Teilnehmer des Ecker Cups in den Hafen einliefen, hatte Evelin frühmorgends 54 Kn Wind über Deck. Dieser zerfetzte unser Sonnendach, zerriß zwei Mooringleinen und sorgte für einige Schäden an Schiffen und Steg. Für Evelin und die RUSH ging es ansonsten glimpflich ab. Die Katze wurde aus ihrem Körbchen geschleudert und flüchtete in Evelins Bett. Es wurde für die daheim gebliebenen ein turbulenter Vormittag.
Eine Woche später, ich war noch nicht zurück, gab es noch ein Erdbeben, das Lampen und Gläser im Schrank erzittern ließ. Doch nach einer Minute war der Spuk vorbei und es blieb, zumindest für uns, beim Schrecken.
26.10.2012 Wilfried und ich sind von der Überführung zurück. Gerade rechtzeitig, um drei Tage später mit Kater Charly - mittlerweile der Katzenrudelführer - mit einem verletzten Vorderlauf zum Tierarzt zu fahren.
15.11.2012 Heute bin ich mit Portos zum Tierarzt zur Hohlraumversiegelung (Hysterektomie). Die letzten Wochen hatte Evelin einige Zahnprobleme. Das schon vor einiger Zeit herausgefallene Inlet hatte sich gerächt. Der Backenzahn wurde am 5.11.2012 gezogen. Es war ihr erster Zahnverlust seit den Milchzähnen.
23.11.2012 Niko von Waypoint (Segelmacher) kam, um die Cockpitverkleidung auszumessen. Am 30.11. wurde sie geliefert und montiert. Sie passte super und wurde gut gebraucht, da es in den nächsten Wochen häufiger regnete.
12.12.2012 Der erste Schnee diesen Winter auf dem Nachbarberg.
24.12.2012 Den heiligen Abend verbrachten wir mit Freunden im Mama Mia, bei gutem Essen und Lifemusik.
Keith und Kathi
Steve und Sandra
29.12.2012 Die Ende November bestellte neue Ankerkette ist eingetroffen. Glänzende 85m, hochlegierte CROMOS Duplex Edelstahlkette von Ketten Wälder aus Bad Endorf, mit 8 Tonnen Bruchlast!! Dafür haben wir am nächsten Tag den Ankerkasten geleert, gereinigt und Rostreste so gut wie möglich entfernt, denn Edelstahl und Rost vertragen sich nicht.
So endet das Jahr mit einer Silvesterfeier im Mama Mia, bei Essen Sekt und viel Musik, rutschten wir ins neue Jahr. Wir hoffen, Euch ging es genauso.

Alles Gute - nachträglich - fürs neue Jahr.

Eure Evelin, Richard und LaLuna

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