Logbuch Juli bis Dezember 2010
8.07.2010 Nach einem Motorschaden muß der Motor der DELPHINIOS ausgebaut werden. Charterkunden hatten zwei Wochen zuvor Wasser in den Dieseltank gefüllt. Zwar wurde das Wasser wieder entfernt, alle Leitungen gereinigt und Filter getauscht, dennoch hat es danach den Schaden verursacht. Da das Schiff am kommenden Wochenende wieder verchartert ist, mußte die Reparatur schnell gehen. Also Motor raus, reparieren und wieder rein.
Motor ist raus,
und kommt 6 Tage später repariert zurück aus der Werkstatt von Alex.
Und schon wird er wieder eingebaut.
Er läuft seitdem ohne Probleme.
Am nächsten Tag bekommt unser Maschinenraum neue Birnen. Wir wechseln von 25W Glühbirnen auf 3,3W LED-Lampen. Das reduziert den Stromverbrauch auf gerademal 10 % und hat keine Hitzeentwicklung mehr.
Es war sehr schwierig LED-Lampen in 12V und mit E27 Gewinde zu bekommen. Doch nach längerem suchen im Internet ist es uns gelungen.
10.07.2010 Wir ankern mal wieder in der One-Tree-Bay. Spanien wird am folgenden Tag Fußball-Weltmeister und wir lernen dort Christa und Jörg von der TRIGONOMETRIE kennen.
Sie verbringen viel Zeit auf ihrem kleinen Trimaran. Das ihnen zwei Jahre später bei Sivota der Mast aufs Deck fällt, wissen sie damals noch nicht.
Als wir am Steg zurück sind, kommen wir gerade recht, um beim Einbau des Motors der DELPHINIOS zu helfen. Die Bilder seht Ihr oben.
Zusammen mit Eddy bringe ich einen österreichischen Katamaran in die Tranquilbay.
Der Eigner kam zu uns an den Steg und mietete sich einen Roller für eine Inselrundfahrt. Dabei hatte er jedoch einen schweren Unfall, sodaß er sofort nach hause geflogen werden mußte. Wir verankerten das Teil bis zu seiner Rückkehr sicher in der Bucht.
Als Pierre, ein Franzose mit seinem Segelschiff am Steg lag, wurden wir - Eddy, Annecke, Evelin und ich - zu einem Umtrunk eingeladen.
Es gab Caipirinha mit allen Originalzutaten, die er immer mit sich an Bord führte. Ich hatte nicht gewußt, wie weit weg unser 5m entferntes Schiff liegen kann - nach 3 Drinks. So besoffen waren wir Alle schon sehr lange nicht mehr.
Nichtsdestotrotz gelang es mir am nächsten Tag unseren Kettenhaken korrekt einzuspleißen. Er dient beim Ankern der Zugentlastung für die Ankerwinsch.
27.07.2010 Alle Tankstellen sind aufgrund eines Streikes geschlossen. Manchen wurde dadurch so langsam der Sprit knapp. In den darauf folgenden Tagen, haben wir ein neues Auspuffknie für unsere Motorreparatur und für Evelin eine neue Nähmaschine von Bernina aus der Schweiz bestellt. Peter aus München von der AQUAPLANING ist so nett und bringt uns die Teile mit, wenn er in zwei Wochen nach Nidri kommt.
1.08.2010 Der August beginnt traditionsgemäß mit Evelins Geburtstag. Leider kommt Ihr "Geschenk" erst mit Peter aus Deutschland - ja genau, die Nähmaschine. Tagsdarauf treffen wir Rachel mit ihrem Hund Mani. Sie liegt für einige Zeit hier in Vlycho. Wir kennen sie seit unserem Werftaufenthalt in Kalamata 2007.
15.08.2010 Heute ist Eddys 65er Geburtstag, d.h. er ist endlich Rentner - so richtig offiziell. Noch vor den Festlichkeiten zu seinem Geburtstag, treffen wir Theo und Susanne, die dieses Jahr eines von Herberts Schiffen gechartert haben, um eine 3 wöchige Peloponnesrundfahrt zu machen. Da aber das Wetter nicht so besonders ist, haben sie es nicht eilig mit dem Auslaufen. Dafür unternimmt Theo einen kleinen Abstecher zur gegenüberliegenden Kapelle mit dem Dinghy. Als er jedoch an Land gehen will, tritt er am Ufer in einen Seeigel, dessen Stacheln sich zahlreich in seine Ferse bohren.
Nach nur 3 Stunden hatte Evelin die Meisten davon wieder entfernt, wobei Skalpell und Pinzette gute Dienste leisteten. Der Rest wird rauswachsen oder durch diverse Essigbäder aufgelöst. Um den Schmerz zu lindern und den Schock besser zu verkraften, musste sich Susanne erstmal ein neues Kleidchen kaufen.
Anschließend hatte Theo zwar immer noch Schmerzen, aber dafür ging es Susanne viiieeel besser. Desweiteren amüsierten sich die Damen über die wehleidige Männerwelt.
Krumbiegel brachte das Ganze nicht aus der Ruhe.
Wahrscheinlich, weil sie auch ein Mädchen ist. Mehr zu tun hatte dagegen Pünktchen, die sich noch intensiv um ihren Nachwuchs kümmern mußte. Bekanntlich ist darunter auch LaLuna (mitte), unsere spätere Bordkatze.
Doch nun ist es endlich so weit mit Eddys Feier. In geselliger Runde haben sich viele Freunde eingefunden, um mit ihm seinen Ruhestand zu feiern.
In solcher Runde, lässt sich das Rentnerdasein doch leichter ertragen.
Zwei Tage später donnern die Löschflugzeuge über Nidri hinweg.
Es brennt hinter dem Ort und es dauert den ganzen Tag, bis ein Erfolg sichtbar wird.
Ein paar Tage später kommt Peter aus Deutschland und hat unsere Ersatzteile, sowie Evelins Geburtstagsgeschenk - die Bernina - dabei.
25.08.2010 Alex, unser Motorenmann, baut das von Peter mitgebrachte Auspuffknie (600€) ein und Johanna, die Backbordmaschine, läuft wieder. Leider bemerken wir später, daß sie immer noch zu heiß wird.
Zu Beginn des folgenden Monats war ich mit Krummbiegel und deren Schwester Pünktchen beim Tierarzt. Auch ich hatte noch diverse Zahnarzttermine, bis am 13.9. die Brücke fertig gebaut ist und ich wieder richtig kauen kann. Da Eddy nun sein Schiff MISTY TOO verkauft hatte, wollen er und Annecke zurück nach Holland, um sich ein Wohnmobil zu kaufen. Aus diesem Grund hat Herbert ein Abschiedsessen organisiert.
Nach fast 20 Jahren auf See, wollen sie nun über Land Europa erkunden.
14.09.2010 Nach einem Abendessen bei Marianna im IONION-Restaurant, ist uns eine der Katzen bis aufs Schiff gefolgt. Eigentlich wollten wir keine Tiere an Bord, aber wir sagten uns, wenn sie mit hinein geht und sich wohl fühlt, werden wir sie behalten. Sie kam, sah und siegte. Ich rannte los, um Katzenfutter, ein Katzenklo und Streu zu kaufen, wärend LaLuna schon bei Evelin im Bett lag.
Da wir sie seit ihrer Geburt im Cockpit des Schiffes LA LUNA kannten, war sie uns sehr vertraut. Auch ihre Mutter Pünktchen hatte nichts dagegen und ihre Tante Krumbiegel schläft auch heute noch (2/2014) im Winter bei uns im Cockpit. Wogegen Pünktchen wohl schon seit 2012 nicht mehr lebt.
LaLuna ist gerade mal 4 Monate alt, so gewöhnte sie sich schnell an das Bordleben. Ich ging vorsichtshalber nochmals zum Tierarzt mit ihr und dieser bestätigte, daß sie völlig gesund ist. Es folgten später Chip und alle nötigen Impfungen und der dazugehörende EU-Ausweis.
16.09.2010 Es ist Regattatag. Wir nehmen mit Herbert und einigen Anderen auf der LA LUNA an der diesjährigen Ionion-Regatta teil. Leider gab es wie so oft kaum Wind und wir mußten fast rudern, um noch vor Einbruch der Nacht ins Ziel nach Sivota zu gelangen. Letztendlich half der Motor und wir feierten mit all den anderen Teilnehmern bei Rockmusik in Sivota.
Am nächsten Tag machte ich Skipper für zwei junge rumänische Pärchen.
Einer von ihnen war der Verkaufsmanager von VW für ganz Rumänien.
Es war ein schöner Tag mit viel Wind, Segeln und Sonne.
Abends, zurück am Schiff, war LaLuna verschwunden und unauffindbar. Nach zwei Stunden Suche, haben wir sie hinter einer Verkleidung in Evelins Bad entdeckt. Nach einer weiteren halben Stunde war sie endlich befreit. Danach haben wir alle Öffnungen an Bord, durch die LaLuna paßte aber nicht sollte, verschlossen.
4.10.2010 Heute ist Krantermin in Preveza. Auf dem Weg dorthin hatte LaLuna das erste Mal Seegang. Da es erst ihr zweiter Trip auf dem Wasser überhaupt war und es doch etwas bewegt ist, zeigte sie uns, was sie zuvor gegessen hatte.
In der Cleopatra-Marina kamen wir sodann an den Kran und wurden aus dem Wasser gehoben.
Evelin durfte ausnahmsweise bei LaLuna an Bord bleiben, während die RUSH abgespritzt wurde. Denn der Lärm dabei im Schiff ist schon furchterregend.
Glasfaser-Les kam noch um die kleinen Schäden an Kiel uns Skeg zu reparieren, die wir uns im Mai zu Beginn der Reise am Betonblock am Steg eingefangen hatten.
Es folgten einige Schichten Antifouling und was sonst noch an Land zu tun war. LaLuna beobachtete uns ständig von Deck aus, ob wir auch alles richtig machten.
Da die Arbeiten zügig voran gingen, konnten wir schon nach 8 Tagen wieder zurück ins Wasser.
Zwei Tage zuvor hatten wir in der Marina das schweizer Paar Urs und Berryl kennengelernt. Sie gehen morgen aus dem Wasser und wir verabreden uns für nächstes Frühjahr in Nidri oder in einer der nahegelegenen Buchten.
Im November war nur Alltag. Ich tauschte ein gebrochenes Gehäuseteil der Klimaanlagenpumpe, das mir Eheim, der deutsche Hersteller für Seewasser-aquarienpumpen, kostenlos zuschickte.
Mitte Dezember bekommen wir den ersten Schnee auf den Bergen am Festland. Es kommt der Winter, schneller als die Jahre zuvor. Kurz vor Weihnachten wird LaLuna zum ersten Mal rollig und schreit Tag und Nacht. Nachdem diese Phase überwunden war, wurde sie am 30.12. hysterektomiert, zu deutsch, hohlraumversiegelt. Damit hat sich die Familienplanung erledigt. Am Tag darauf konnte ich sie wieder vom Tierarzt abholen und wir feierten Silvester, wie auch schon Heiligabend, im allerengsten Kreise auf dem Schiff.

Allen noch nachträglich fröhliche Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr und allen Seeleuten immer eine handbreit Rum im Glas.

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