Logbuch Oktober bis Dezember 2011
15.10.11 Anfang des Monats hatten wir zwei Mal heftigen Nordost und die damit verbundene Welle auf den Steg. Es war recht unruhig, aber wir haben es alle halbwegs gut überstanden. Zur Sicherheit hatten wir zusätzliche Festmacher ausgebracht. Von Herberts Charterschiffen wurden jedoch drei beschädigt, als Rehlinge sich verhakten und Masten aneinander stießen. Die Videos dazu findet ihr auf You Tube unter Medskipper225. Ansonsten konnten wir uns über das Wetter im Oktober nicht beklagen. Es war tagsüber teils über 35°C warm, was jetzt eher ungewöhnlich für diese Jahreszeit ist. Am 24.10. kamen Werner und Inge mit ihrer APHRODITE zu uns an den Steg, wo sie wie wir den Winter verbringen wollen.
26.10.11 Evelin war aufgefallen, daß sich LaLuna sehr merkwürdig verhielt. Sie schien stumm vor sich hin zu leiden, ließ sich nicht anfassen und bewegte sich kaum noch. Evelin vermisste aus ihrer Näharbeit einen Faden, an dem noch eine 5cm lange Nadel hing. Mit den schlimmsten Befürchtungen brachten wir sie sofort zum Tierarzt nach Lefkas, wofür uns Eddy sein Auto lieh. Mehrere Röntgenbilder brachten Gewißheit - die Nadel steckte in der Speiseröhre.
Alle Versuche sie irgendwie zu entfernen schlugen fehl. Wir entschieden uns nach Empfehlung des Arztes für eine sofortige Notoperation. LaLuna wurde daraufhin für den Eingriff vorbereitet und nachdem der Kollege eintraf wurde operiert. Wir konnten nicht bleiben, denn es wusste keiner der Ärzte, wie lange es dauern könnte. Spät am Abend rief uns Nikos, der behandelnde Tierarzt an und sagte, daß die OP gut verlaufen ist, aber man noch nichts über den Erfolg sagen kann. Am nächsten Tag besuchte ich sie, aber sie war noch zugedröhnt von der Narkose und den Schmerzmitteln. Nikos sagte, daß sie den Bauch und den Magen geöffnet hatten und nach langer Suche endlich den Faden fanden und zu fassen bekamen. Damit haben sie dann vorsichtig die Nadel heraus ziehen können. Es wäre nur eine kleine Verletzung der Speiseröhre enstanden. Diese ist aber trotzdem mit am kritischsten, da nichts durch die Verletzung in den Brustraum gelangen darf. Glücklicherweise würden aber solche Verletzungen binnen weniger Tage verheilen.
Am folgenden Tag (28.10 = Ochi-Tag, hoher griech. Feiertag) hat mich LaLuna erkannt und versucht mir entgegen zu kommen, war aber noch zu schwach. Ich redete mit ihr und sie schlief wieder ein.
Am 29.10. meinte der Arzt, ich sollte sie mit aufs Boot nehmen, denn sie hatte die Nahrungsaufnahme verweigert und er meinte, daß die vertraute Umgebung besser für die Heilung wäre. So haben wir sie mitgenommen. Über mehrere Tage fraß sie fast nichts und trank auch nicht.
1.11.11 Als ich mit der kleinen grauen Katze - wir nennen sie mittlerweile "Greyhound" - nochmal beim Tierarzt war, fragte ich ihn um Rat wegen der Ernährung von LaLuna. Er wußte auch keine Lösung, sagte aber, daß sie fressen muß, um zu überleben (Gefahr der Gelbsucht) und trinken, damit es nicht zum Nierenversagen kommt. Noch am gleichen Tag machten wir eine Art von Zwangsernährung, das heißt, wir schoben das Futter mit sanfter Gewalt ins Maul und sorgten dafür, daß sie schlucken mußte. Doch glücklicherweise begann sie nach dem ersten Zwangsbissen selbständig weiter zu fressen und trank danach sogar etwas Wasser. Es waren keine großen Mengen an Futter, wir reden hier von 1/4 -1/2 Teelöffel. Aber von Tag zu Tag wurde es mehr, bis sie schließlich von selbst zu fressen begann.
Auch ging sie plötzlich selbst zu ihrer Toilette. Wir waren recht zuversichtlich ob dieser Erfolge.
Obwohl sich zwei der Nahtstiche gelöst hatten und dadurch ein Loch entstand, verheilte die Naht - dank Evelins ständiger Pflege mit Verbandswechsel 2x pro Tag und Wundversorgung mit Wasserstoffperoxyd und Wundsalbe - recht gut.
Als LaLuna eines Nachts plötzlich bei mir im Bett auftauchte und neben mir schlief, war ich mir sicher - sie schafft es. Von Tag zu Tag fraß sie mehr, trank normal und wurde zusehens aktiver. Zwei Wochen nach der Operation waren wir sicher, sie ist über den Berg. Der Tierarzt, der auch zwischendurch mal am Schiff vorbeikam, um nach ihr zu sehen, war verhalten optimistisch. Heute ist sie wieder ganz die Alte, frecher als zuvor und nur das langsam nachwachsende Fell erinnert noch an das Geschehene. Die 500,-€ für die ganze Aktion konnten wir beim Tierarzt stückchenweise abstottern. Großen Dank an alle Beteiligten.
12.11.11 Vormittags haben wir Martins Mast gelegt, da für die nächsten Tage Starkwind aus Nordost angesagt war. Dieser ließ auch nicht lange auf sich warten. Diese 3 Tage waren recht heftig und wir hatten alle Mühe die Schiffe zu sichern.
16.11.11 Heute wurde auch Greyhound operiert und das kaputte Auge entfernt.
Danach mußten wir sie drei Wochen eingesperrt versorgen, damit die Wunde verheilen konnte und da sie eine Halskrause trug, um nicht daran zu kratzen.
Dazu hatte ich in einem leerstehenden Raum einen Zwinger gebaut und mit allem Nötigen ausgestattet.
Sie wurde dreimal am Tag gefüttert und mit Medikamenten versorgt.
Danach wurde sie wieder freigelassen und sie lebt nach wie vor in der Nähe des Steges und wird auch weiterhin von mir gefüttert. Da LAWS kein Geld mehr hatte, um die Behandlung zu bezahlen, haben wir am Steg bei zwei Grillnachmittagen gesammelt. Dabei sind knapp die Hälfte der Kosten (140,-€) gespendet worden und den Rest haben wir bezahlt. Vielen Dank den Spendern. Wenn aber noch jemand was spenden will, soll er sich per eMail bei mir melden, dann sage ich ihm wie - würde mich freuen und unsere Kasse entlasten, da ich jeden Winter 150-200 € für Futter und Medikamente für die griechischen Straßenkatzen ausgebe.
18.11.11 Morgens bin ich mit einer dicken Backe aufgewacht - die verlorene Plombe vor zwei Monaten machte sich bemerkbar. Da die Schmerzen rapide zunahmen, bin ich gleich zum Zahnarzt nach Lefkas. Es folgten einige Wurzelbehandlungen und im Januar soll es mit einer Krone abgeschlossen werden.
26.11.11 Eddy und Anneke veranstalten zum Abschied ein Pfannkuchenessen. Alle möglichen süße und pikante Varianten wurden begeistert verzehrt. Ein schöner sonniger Nachmittag in netter Gesellschaft.
15.12.11 Endlich kam LaLunas automatischer Futternapf. Seine Sensoren öffnen bei Annäherung den Deckel und nach einiger Zeit geht er von selbst wieder zu. Das soll im Sommer die Fliegen vom Futter fernhalten. Nach ein paar Tagen der Gewöhnung, frißt sie wie selbstverständlich daraus, auch wenn ihr manchmal der Deckel auf den Kopf fällt, aber das erhöht ja angeblich das Denkvermögen. Zur gleichen Zeit haben wir uns eine heftige Erkältung zugezogen, die uns für mehr als eine Woche niederstreckte und das bei anhaltendem Regen und Starkwind.
25.12.11 Da es uns bereits wieder besser ging, waren wir zu Heilig Abend im Mamma Mia, bei gutem Essen und Life-Musik.
15.10.11 Anfang des Monats hatten wir zwei Mal heftigen Nordost und die damit verbundene Welle auf den Steg. Es war recht unruhig, aber wir haben es alle halbwegs gut überstanden. Zur Sicherheit hatten wir zusätzliche Festmacher ausgebracht. Von Herberts Charterschiffen wurden jedoch drei beschädigt, als Rehlinge sich verhakten und Masten aneinander stießen. Die Videos dazu findet ihr auf You Tube unter Medskipper225. Ansonsten konnten wir uns über das Wetter im Oktober nicht beklagen. Es war tagsüber teils über 35°C warm, was jetzt eher ungewöhnlich für diese Jahreszeit ist. Am 24.10. kamen Werner und Inge mit ihrer APHRODITE zu uns an den Steg, wo sie wie wir den Winter verbringen wollen.
26.10.11 Evelin war aufgefallen, daß sich LaLuna sehr merkwürdig verhielt. Sie schien stumm vor sich hin zu leiden, ließ sich nicht anfassen und bewegte sich kaum noch. Evelin vermisste aus ihrer Näharbeit einen Faden, an dem noch eine 5cm lange Nadel hing. Mit den schlimmsten Befürchtungen brachten wir sie sofort zum Tierarzt nach Lefkas, wofür uns Eddy sein Auto lieh. Mehrere Röntgenbilder brachten Gewißheit - die Nadel steckte in der Speiseröhre.

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