12.10. 08 Gestern Abend bin ich wieder aus Deutschland zurück gekommen. Ich hatte einen Gerichtstermin, den ich wahrnehmen mußte. Bei dieser Gelegenheit habe ich reichlich eingekauft, was hier in Griechenland nicht zu bekommen oder sehr teuer ist. Außerdem haben wir einen neuen Bordrechner angeschafft, da der Alte denn doch zu langsam war.
Ich bin froh, daß ich wieder zuhause auf dem Schiff bin, denn das Leben in Deutschland ist nicht mehr meine Welt. Verbote, Gebote, Behörden und hektisches Treiben. Auch Ulm hat sich in den letzten Jahren verändert - und nicht immer zum Vorteil. Nichtsdestotrotz war es schön Freunde und Bekannte wieder zu treffen und die Riesenschnitzel im Söflinger "Schatten" zu genießen.
Nun werden die weiteren Arbeiten geplant und durchgeführt. Wenn erst die Pakete ankommen, die ich von Ulm los geschickt habe, mit Utensilien und Ersatzteilen, können wir richtig loslegen.
Zwischendurch hatten wir in Vlycho einen kleinen Flohmarkt.
Hier konnte man das ein oder andere Schnäppchen machen und die Dinge verkaufen, die im Schiff eh nur im Weg lagen.
15.11.08 Der Winter kommt langsam aber unaufhaltsam. Die Temperaturen sinken in der Nacht durchaus mal auf 7°C, aber tagsüber ist es meist angenehm - wenn es nicht gerade regnet. Wir haben viel Zeit, sodaß wir uns die Arbeiten im Boot gut einteilen können. Da Susi und Ingolf auch bei uns am Steg liegen, haben wir angenehme Gesellschaft und können auch hin und wieder ausgiebig Skat spielen. Das machen wir auch jeden Mittwoch, wenn sich einige Deutsche zum Skatabend in Vlycho treffen. Sonst passiert allerdings nicht viel, darum ergänze ich nur selten unsere Homepage. Sollte sich allerdings was tun, melde ich mich sofort bei Euch, zumal der Hotspot (Wlan-Internetzugang) wieder funktioniert.
25.11.08 Letztes Wochenende hatten wir ordentlich Wind aus S-SW. Begonnen hatte es mit einem drastischen Druckabfall in der Nacht und es ließ nichts Gutes ahnen. Das es allerdings 55 Knoten werden, ahnten wir noch nicht, da die Wettervorhersage nur von 35 - 40 Knoten sprach.
Bei diesen Windgeschwindigkeiten bleiben Schäden nicht aus. Dies mußte ein kleiner Franzose erfahren, dessen Schiff im Sturm einfach angehoben wurde und dadurch von den Stützen fiel.
Zum Glück hielten sich seine Schäden in Grenzen.
Mehr Probleme hatte ein Engländer, der die Genua nicht sicher eingerollt hatte.
Im Sturm wurde diese etwas ausgerollt und die sonst gute Abstützung war diesem Winddruck nicht mehr gewachsen. Als er umfiel, hat er gleich seine zwei Nachbarn mitgerissen. Erst ein am nächsten Tag angefahrener Kranwagen brachte wieder Ordnung in die Werft.
Bäume brachen, Schilder wirbelten umher - das volle Programm.
Auch heute fegt wieder heftig Wind über uns hinweg, begleitet von heftigen Regengüßen. Mit über 40 Knoten aus S/SO besteht zwar keine ernsthafte Gefahr, aber es wird schon recht unruhig.
16.12.08 Nach etlichen Regentagen scheint heute mal wieder die Sonne. In den vergangenen Wochen hatten wir mehrmals Starkwind mit Windstärken von 8 bis 10 Bft und die Regenfälle hatten was von Sintflut.
In den wenigen trockenen Stunden haben wir Eddy beim schleifen seines Schiffes geholfen, da er am 8.12. nach Holland fahren wollte.
Gemeinsam ging die Arbeit gut vorran, sodaß wir vor Beginn des nächsten Regenschauers fertig wurden.
Seit einiger Zeit treffen sich ein paar Deutsche aus der Umgegend jeden Mittwoch zur Skatrunde - eine willkommene Abwechslung im "grauen Alltag" des griechischen Winters.
18, 20,.......Kontra, Reh, Bock, Hirsch......- es wird gereizt bis zum gehtnichtmehr.
Als es einmal am Sonntag das Wetter etwas besser ausgesehen hat, sind wir auf eine der Bergkuppen zu einer kleinen Kapelle gefahren.
Dort hatte man einen grandiosen Rundumblick. Man sah in der Ferne Lefkas-Stadt....
und den Lefkaskanal im Nordosten der Insel.
Die kleine Kapelle wird derzeit renoviert, denn die Stürme der Tage zuvor haben einige Dachziegel herausgerissen und die unzähligen kleinen Erdbeben die wir hatten, haben das ihrige dazu getan, daß es sich auch lohnt zu renovieren.
Leider hat sich auch an diesem Tag das Wetter schlagartig verschlechtert und binnen weniger Minuten saßen wir mitten in den dunklen Wolken.
Nach dem Gipfelbierchen haben wir uns dann schleunigst auf den Rückweg gemacht, um noch halbwegs trocken zum Schiff zu kommen.
Mit den ersten Regentropfen waren wir dann gerade noch rechtzeitig zurück.
In einer Woche ist Weihnachten und wir hoffen auf besseres Wetter.
Wir wünschen allen Freunden, Verwandten, Bekannten und unbekannten Besuchern unserer Seite ein ruhiges, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2009.
Evelin und Richard

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