Logbuch September 2008
3.9.08 Als ich mit Dieter vorgestern in Kalamata zum einkaufen war, hatte es dort kurz vorher ausgiebig geregnet - der Winter kommt unaufhaltsam. Der brandneue PRAKTIKER - Baumarkt in Kalamata (Richtung Krankenhaus auf der linken Seite) kann sich sehen lassen, und wir fanden einiges, was wir brauchen konnten zu günstigen Preisen.
Gestern haben wir nach Pylos verlegt - unsere zweite Heimat. Die erste Zeit verbringt man damit alle Bekannte und Freunde dort zu begrüßen und die haben wir hier reichlich.
7.9.08 Gestern mußten wir unsere Wasserpumpe der Klimaanlage austauschen, da sie zwei Tage vorher ihren Dienst quittiert hatte. Es macht keinen Spaß bei über 30°C Außentemperatur, den halben Tag im Motorraum zu verbringen. Denn der Schweiß tropft nicht nur - er fließt in Strömen.. Doch nun arbeitet die Anlage wieder und wir haben sie ausgiebig probiert. Auch haben wir Jasna und Jan von der LA KAHINA kennen gelernt.
Die gebürtigen Belgier leben in Irland und sind auf dem Weg nach Malta. Das Schiff besitzt eine beindruckende Badewanne mit goldenem Wasserhahn und allem was dazu gehört.
15.9.08 Die letzten Tage sind recht friedlich verlaufen und so gibt es darüber nicht viel zu berichten. Gestern sind wir um 8:00 Uhr nach Kyparissia aufgebrochen, wo wir nach ca. 5 Stunden eingetroffen sind. Nachdem man dort zu Beginn des letzten Jahres den Wellenbrecher fertiggestellt hatte, ist es hier gut zu liegen.
Als wir heute Morgen sehr früh Richtung Killini aufbrachen, war noch so hohe Restwelle und - entgegen jeder Wettervorhersage - so starker Wind, daß wir nach einer Stunde wieder umgekehrt sind und somit wieder hier liegen. Auch ist ein Gewitter aufgezogen , sodaß es immer mal wieder regnet. Morgen wollen wir aber weiter - wenn Wind und Welle mitspielen. Den Rest des Tages werden wir Schlaf nachholen, da wir heute um 4:00 Uhr aufgestanden sind. Beim Anlegen haben wir einen Einheimischen aus den USA kennengelernt, der seinen kleinen Segler hier liegen hat. Seine amerikanische Frau betreibt eine Wäscherei, die die Wäsche abholt und wieder zurück bringt für 7,- € pro Maschinenfüllung (Laundry Pickup & Delivery Service, Tel 0030 6945447483 oder 0030 27610-91393).
Im Moment beginnt es wieder zu regnen, aber leider nur halbherzig. Uns wäre ein richtiger Gewitterguß lieber, denn der würde den Staub von den ägäischen Inseln abwaschen, der bis in's Masttop reicht.
Das bekamen wir schneller als uns lieb war und weit mehr als wir wollten. Denn am Mittag hat der Wind derart aufgefrischt, daß wir die Heckleinen lösen mußten, um in den Wind schwojen zu können.
Da wir viel Platz hatten, ging das ohne größere Probleme. Nach kurzer Zeit hatten wir über 40 kn Wind und heftige Gewitter sowie über 1m Welle im Hafen und "fliegendes" Wasser.
Erst am späten Abend hat es dann endlich nachgelassen und wir konnten in's Bett gehen.
16.9.08 Am Morgen sind wir nach Killini aufgebrochen. Die Überfahrt war noch erträglich, im Gegensatz zum Vortag. Da der Hafen von Killini voll war, haben wir vor der Einfahrt geankert. Der Hafen hat sich leider negativ entwickelt. Es gibt kaum noch Platz für Durchreisende, denn alles ist voll mit "dämlichen" Dauerliegern. Dämlich deshalb, weil die wirklich kreuz und quer liegen, an unnötig langen Moorings, die bis über die Mitte des Hafens reichen und die meisten zuviel Platz beanspruchen. anstatt geordnet und platzsparend zu parken. Die paar Durchreisenden sind zudem auch noch längsseits gegangen und haben so das bißchen Platz gefüllt. Somit hat Killini den letzten Rest an unserer Sympathie verloren, zumal gleich jemand kommt um abzukassieren, noch bevor man fest gemacht hat.
17.9.08 Gegen 5:30 Uhr geht es Richtung Lefkas. Die Welle draußen war schon wieder angewachsen und der Wind frischte zunehmend auf. Bald hatten wir 2m Welle und 40 kn Wind. Zeitweise schlugen die Wellen derart über das Deck, daß das Wasser in die Lüftung der Küche drang.
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Dazu kam noch eine unangenehme Kreuzsee, die die Fahrt einem Rodeoritt gleichen ließ. Aufgrund dieser Umstände sind wir dann doch nach Vathy auf Ithaka. Der Zeitplan geriet aus den Fugen, denn unsere "Süße" lief teilweise nur noch 2 kn gegen Wind und Welle. In Lefkas wären wir so erst nach Mitternacht eingetroffen, und das wollten wir nicht. In Vathy hat sich das Wetter nur langsam beruhigt, so haben wir bis 3:00 Uhr noch Ankerwache gehalten.
18.9.08 Gegen 10:30 Uhr sind wir nach Lefkas weiter gezogen. Unterwegs haben wir in der Passage zwischen Meganisi und Lefkas das Regattafeld der diesjährigen "Ionion Regatta" getroffen. Wie wir später erfuhren, haben auch Herbert, Anneke und Eddy sowie viele andere Bekannte daran teilgenommen.
Zwischendurch haben wir kurz geankert und unseren Wasermacher "Neptun" durchgespühlt. Gegen 16:00 Uhr haben wir dann an Herberts Steg in Nidri festgemacht.
Am Abend haben wir dann Herbert und die Anderen in Sivota von der Siegerehrung abgeholt. Bei ca. 200 teilnehmenden Schiffen, kann man sich vorstellen, was da los war - zumal die meisten Engländer waren, die zu Feiern verstehen.
24.9.08 Die letzten Tage war es recht kalt, trübe und regnerisch, sodaß wir uns auf "Innenarbeiten" beschränkt haben.
Kurz nach unserer Abreise im Frühjahr, hat sich in Nidri am 14. Juni 08 ein "heißer" Zwischenfall ereignet. Ein Segler der Neilson-Flotte hatte im Motorraum Feuer gefangen. Er wurde schnellstens vom Steg gezogen, um die anderen Schiffe nicht zu gefährden. Da es aber Probleme mit dem Buganker gab, konnte das Schiff nicht sehr weit weg gezogen werden.
Das Schiff lag brennend neben der VIOLA, einer holländischen Ketsch, deren Crew zu dieser Zeit nicht an Bord war.
Der fallende Mast verpaßte die VIOLA zum Glück um wenige Zentimeter.
Schlauchboote haben die VIOLA aus dem Gefahrenbereich gezogen, und kurz danach ist deren Skipper wieder an Bord eingetroffen und hat sie weggefahren.
Hilflos mußten die Neilsonmitarbeiter zusehen, wie ihr Schiff völlig ausbrannte.
Nach etwa 45 min kam die große Fähre, in deren offener Bugklappe ein Feuerwehrauto stand, um den Brand zu löschen.
Nach einer Stunde war der Spuk vorbei und, das was übriggeblieben ist, gelöscht.
30.9.08 Den Rest des Monats ist nicht mehr viel passiert, sodaß man es recht kurz machen kann. Die Tage vergingen mit Reinigungs- und Aufräumungsarbeiten am Schiff.

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